Eine Suspension ist ein heterogenes Stoffgemisch aus einer Flüssigkeit und darin verteilten Feststoffen. Suspendieren bezeichnet den Vorgang, diese beiden Stoffe zusammenzuführen. Ein Rührer, meist zusammen mit einem Dispergiermittel, schlämmt die Feststoffe auf und hält sie in der Schwebe.
Grob, fein oder kolloidal
Suspensionen gehören zu den Dispersionen. Je nach Größe der Feststoffe unterscheidet man drei Gruppen:
Grobe Suspension
Zum Beispiel Kreideschlamm. Grobdisperse Systeme neigen stark zur Sedimentation.
Feine Suspension
Zum Beispiel Kalkmilch. Die Partikel sind deutlich kleiner.
Kolloidale Dispersion
Partikel unter etwa 1 µm. Sie liegt zwischen echter Lösung und Suspension. Auch Gele gehören dazu.
Anwendungen
Viele Flüssigkeiten aus dem Alltag sind Suspensionen, etwa Orangensaft, Kakao oder Weizenbier. Mörtel und Beton sind mineralische Suspensionen. In der Photovoltaik- und Halbleiterindustrie schneiden Suspensionen aus Siliciumcarbid und Polyethylenglycol Wafer. Beispiele aus unserem Bereich:
Worauf es beim Suspendieren ankommt
Ziel ist ein möglichst gleichmäßiges Gemisch, auch wenn es nie wirklich homogen sein wird. Die feste Phase bleibt als Partikel erhalten und löst sich nicht auf.
- Agglomerate zerschlagen und stabilisierende Zusatzstoffe fein verteilen
- Homogenisiertechnik mit hoher Strömungsgeschwindigkeit in allen Bereichen des Behälters
- Ausreichender Energieeintrag für gute Qualität und effiziente Produktion
- Partikel fein dispergieren und mit Netz- und Dispergiermitteln stabilisieren
- Flüssige Phase mit Verdickern wie Xanthan, Carbomer oder Cellulosederivaten strukturieren
So sinken die Partikel kaum noch ab und lassen sich bei Bedarf leicht wieder aufschütteln. Wir beraten Sie gern dazu, auch zu gebrauchten Homogenisiermischern.
Für effizientes Verwiegen und Dosieren flüssiger Rohstoffe sorgt unsere innovative Dosierstation.
Weitere Verfahren
Häufige Fragen zum Suspendieren
Was ist eine Suspension?
Ein heterogenes Stoffgemisch aus einer Flüssigkeit und darin verteilten Feststoffpartikeln. Je nach Teilchengröße unterscheidet man grobe und feine Suspensionen; bei sehr kleinen Partikeln spricht man von (kolloidalen) Dispersionen.
Warum neigen Suspensionen zur Sedimentation?
Die Feststoffpartikel lösen sich nicht auf und sinken aufgrund ihrer Dichte ab. Dispergiermittel, Stabilisatoren und eine feine Verteilung halten sie länger in der Schwebe.
Worauf kommt es beim Suspendieren an?
Agglomerate müssen zerschlagen und stabilisierende Zusätze fein verteilt werden. Die Homogenisiereinrichtung sollte hohe Strömungsgeschwindigkeiten im gesamten Behälter und ausreichend Energieeintrag bieten.
Wo werden Suspensionen hergestellt?
Zum Beispiel in Pharma (Suspensionen, Nahrungsergänzungsmittel), Lebensmitteln, Baustoffen und der Halbleiterindustrie.